Mit Fassungslosigkeit und Kopfschütteln nimmt die SVP der Stadt Grenchen Kenntnis von den neuesten Medienberichten aus dem Hause Boris Banga. Für die SVP ist klar: Stadtpräsident Boris Banga und seine "First Lady" sind nur noch eine Belastung für Grenchen. Das Ansehen einer ganzen Stadt und die Glaubwürdigkeit der Institution des Stadtpräsidenten stehen auf dem Spiel.
"Wer in Grenchen Dienstleistungen der Behörden beanspruchen möchte, darf nicht mehr verschleiert bei der Stadtverwaltung erscheinen. Eine dementsprechende Weisung hat Boris Banga (SP), der Stapi von Grenchen, unlängst erlassen. Bei amtlichen Geschäften müsse man erkennen, wen man vor sich hat, so Banga." So berichtete Blick-Online am 27. Januar 2010. Was Banga von den Musliminnen verlangt, gilt offenbar nicht für seine Frau. Sie durfte ihre Identität verschleiern.
Im Diskussionsforum der Grenchner Online-Zeitung grenchen.net wurden über Wochen extensiv diffamierende oder beleidigende Einträge gemacht - und dies anonym unter verschiedenen Nicknamen (Übernamen). Als Betreiber eines Diskussionsforums war es die Pflicht des Teams von grenchen.net, die Diskussionsbeiträge manuell zu überwachen. In diesem Zusammenhang wurden offenbar diffamierende und beleidigende Einträge bis zum privaten Internet-Anschluss von Boris Banga zurück verfolgt. Seine Ehefrau Barbara Banga übernahm unterdessen die Verantwortung für die teilweise krankhaft und wirr wirkenden anonymen Einträge.
Kaum eine Familie in Grenchen lebt derart im Lichte und Dienste der Öffentlichkeit, wie die Bangas. Zusammen kassieren sie jährlich ein Gehalt von mehreren Hunderttausend Franken Steuergelder. Selbstverständlich soll es auch einem Stadtpräsidenten oder seiner Ehefrau erlaubt sein, sich in Online-Diskussionsforen zu äussern - aber bitte unter Angabe des vollen Namens und der Funktion, so wie es die kritisierten politischen Gegner ja auch tun.
Die verdeckten Aktivitäten im Hause Banga zeigen einmal mehr, dass jene Leute, die der SVP bei jeder Gelegenheit schlechten Stil vorwerfen, zuerst besser vor der eigenen Türe kehren sollten. Gerade als ehemalige Kantonsrätin und Präsidentin des Tierschutzvereins sollte Barbara Banga mit Kritik an ihrem Ehemann und mit politischen Gegnern umgehen können. Ihre Aktivitäten im Internet beweisen jedoch ein seltsames Demokratieverständnis.
Die SVP hat genug von den cholerischen Ausbrüchen des Stadtpräsidenten, von lautstarkem Zusammenstauchen kritischer Gemeinderäte, von den fraglichen Internet-Aktivitäten seiner Ehefrau und vor allem von negativer Presse über die Stadt Grenchen. Von einem Stadtpräsidenten und seiner "First Lady" kann und muss mehr Moral und Vorbildfunktion abverlangt werden, als von anderen Menschen. Ist das offensichtlich nicht mehr gegeben, sollten sich beide aus dem öffentlichen Dienst zurück ziehen.
Medienmitteilung der SVP Grenchen vom 6. Februar 2010
Weitere Auskünfte:
Richard Aschberger, Präsident SVP Stadt Grenchen, Tel. 032 652 47 78
Heinz Müller, SVP-Gemeinderat und Kantonsrat, Tel. 079 211 88 80
