so brauchen wir Gewalt!
Beneidet zu werden kann ein schönes Gefühl sein. Wer beneidet wird, der besitzt etwas Wertvolles was der Neider nicht hat oder nicht haben kann.
So erging es mir, als ich diesen Sommer geschäftlich in verschiedenen EU Ländern war. Bei jeder Gelegenheit erklärte man mir, wie gut wir es doch in der Schweiz haben. «Ihr Schweizer seid klüger als wir es waren - ihr seid nicht in der EU»! Diesen Satz durfte ich in verschiedenen Varianten immer und immer wieder hören.
Die Botschaft war unverkennbar. Dass die EU Bürger praktisch keine Rechte haben ist bekannt. Neu hinzu kommt nun, dass die steuerliche Belastung immer mehr steigt - am extremsten bei den Deutschen. Aus der Lohntüte eines deutschen Arbeiters bedient sich der Staat mittlerweile mit weit über 50 Prozent, Tendenz steigend!
Viel Staat kostet viel Geld und die Geberstaaten sind nicht mehr bereit noch tiefer in ihre leeren Taschen zu greifen. Das noch grössere Problem ist das Volk, es hat genug vom Bezahlen und von der Brüsseler Fremdbestimmung.
Und mitten in diesem schwankenden EU Moloch gibt es die kleine Schweiz die mit ihrer direkten Demokratie vorlebt, dass Volkssouveränität Wohlstand und Freiheit für seine Bewohner bedeutet. Das ist für die EU Politiker, Funktionäre und Beamten äusserst unangenehm. Also was ist zu tun? Man nimmt das kleine, erfolgreiche Land in den Schwitzkasten nach dem Motto: «Und willst du nicht gehorchen, so gebrauchen wir Gewalt»! So geschehen als der EU Präsident Herman Van Rompuy unsere Bundespräsidentin Doris Leuthard (CVP) in Brüssel traf. «Der bilaterale Weg führe in eine Sackgasse und man müsse die Beziehung zwischen der Schweiz und der EU neu überdenken».
Die zahme Bundespräsidentin Leuthard war überhaupt nicht hart und willigte vorauseilend einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zu.
Ich kann ja den EU Präsidenten noch verstehen. Es ist ärgerlich wenn es mitten in Europa einen Staat gibt, der besser ist als die EU. Irritierend ist für mich nur, wenn unsere Bundespräsidentin und unsere intellektuellen EU Turbos die Brüsseler Machtpolitik als Segen für die Schweiz ansehen. Gerade die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass die EU nicht überlebensfähig sein wird.
Leider haben gerade politisch linke 1. August Rednerinnen und Redner in ihren Reden den EU Beitritt wieder hochgejubelt und so wissentlich, am Geburtstag der erfolgreichen Schweiz, versucht in ihren Reden unsere direkte Demokratie zu begraben.
Ich empfehle diesen Rednerinnen und Rednern einmal in EU Länder zu reisen und sich dort als Schweizer beneiden zu lassen.
Leserbrief von Kantonsrat Heinz Müller, Grenchen,
Präsident der SVP Kanton Solothurn
